AfD-Kundgebung in Schwerin!

Am kommenden Samstag, den 30.07.2016 findet eine Kundgebung der rechten Partei “Alternative für Deutschland” auf dem Marktplatz in Schwerin statt.

Am 04. September sind Landtagswahlen in M-V. Die Zeichen für die Rechtspopulisten, welche von Anfang an die “Ängste” der so genannten “besorgten Bürger” für sich nutzen konnte und die rassistische Stimmung immer weiter befeuerte, stehen sehr gut. Die aktuellen Umfragewerte lassen keinen Zweifel daran, dass die AfD für die kommende Legislaturperiode im Landtag vertreten sein wird.

Die AfD wird von vielen als “Protestpartei” oder tatsächliche Alternative zu den etablierten Parteien gesehen. Mit ihren Forderungen setzt sich aber kaum jemand auseinander. So will sie z.B. den kürzlich eingeführten Mindestlohn bekämpfen. Abseits des Marktes verfolgt die AfD alles andere als freiheitliche Ziele. So ist sie mit antifeministischen Positionen strikt gegen webliche Selbstbestimmung. Auch soll der Zugang zu Universitäten und Gymnasien erschwert werden und staatliche Kindergärten abgeschafft werden. Dass in dem rechten Weltbild alle Muslime und Refugees als potentielle Attentäter*Innen angesehen werden, Überrascht wenig.
Weitere Argumente, warum die AfD unwählbar ist, liefert die Initiative “Unsere Antwort: Solidarität”.

In den letzten Monaten gab es in Schwerin immer wieder rassistische Pöbeleien und Angriffe, sowie pogromartige Stimmung vor einer Geflüchtetenunterkunft in Lankow. Gerade am Montag gab es einen Angriff auf das linke Kultur- und Wohnzentrum Komplex.

Wir wollen der permanenten Hetze von AfD und Co. etwas entgegen setzen! Zeigt auf jede erdenkliche Weise euren Protest. Seid kreativ und laut!

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Antifa-Jugend Schwerin

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Nazi-Angriff aufs Komplex Schwerin

Am 25.07.2016, gegen 23.30 gab es einen Angriff auf das linke Kultur- und Wohnprojekt “Komplex”. Die Angreifer sind dem Umfeld der rassistischen Gruppierung “Deutschland wehrt sich (DWS)” zuzuordnen, dies lies sich aufgrund von KfZ-Kennzeichen sowie der Sichtung einzelner Personen aus diesem Umfeld schnell herausfinden. Im Konvoi von 4 Autos fuhren sie vor das Haus und spielten laut rechte Musik ab. Einzelne Nazis versuchten sich zum Haus Zugang zu verschaffen, mussten aber aufgrund des konsequenten Auftretens der Bewohner*Innen und Besucher*Innen schnell die Flucht ergreifen.

Die Teilnehmerzahlen der DWS-Demos rutschen immer weiter in Richtung 0. Waren es letzten Montag nur 70, so waren es am Samstag gerade mal knapp 30. Zu einer angemeldeten Veranstaltung heute am Grunthalplatz schafften es gerade mal 5 Nazis, die unverrichteter Dinge wieder abzogen und lieber in Lankow Bier tranken. Der Frust über das eigene Versagen und der angetrunkene Mut gepaart mit ihrer menschenverachtenden Gesinnung lies sie nun also wieder mal zu einem konkreten Angriff auf die körperliche Unversehrtheit anderer fähig werden.

Wir bleiben weiter offensiv, bis auch der letzte Nazi keinen Bock mehr hat! Wir sind solidarisch mit allen, die von rechter Gewalt betroffen sind oder in Zukunft sein könnten!

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Komplex Schwerin

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“DWS” erreicht neuen Tiefpunkt

Am 23. Juli versammelten sich ca. 20 Nazis und besorgte Rassisten am Grunthalplatz in Schwerin unter dem Motto “Wir für München”. Während bereits am Vorabend die traurigen Begebenheiten für rassistische Hetze missbraucht wurden, wollte “Deutschland wehrt sich” nun also durch die Innenstadt marschieren. Nachdem die Demo, die für 800 Menschen [sic!] angemeldet wurde, keinen weiteren Zulauf mehr bekam, machten sich die Nazis auf dem Weg durch die Wismarsche Straße.

 

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Nach einigen Metern wurden sie bereits von Antifaschist*Innen gestört. Am Pfaffenteich wurden sie von einer Gruppe aus ca. 30 alternativen Jugendlichen empfangen. Auch der weitere Marsch wurde von Antifaschist*Innen und Bürger*Innen begleitet, die ihren Unmut durch Trillerpfeifen und Transparente zum Ausdruck brachten. Der selbsternannte Gedenkmarsch hielt sich derweil mit Pöbeleien und Beleidigungen nicht zurück.

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Zwischenkundgebungen wurden auf der Strecke nicht abgehalten, dafür redete sich Torsten Schramke während des Marsches in Rage. Einer weiblichen Person, die die Rassisten auspfiff, wurde “ihr ganz persönlicher Vergewaltiger” gewünscht. Kurze Zeit später verlautbarte Schramke, dass er hoffe, dass sich unter den Todesopfern von München nur “Gutmenschen” befanden. Der Größenwahn war perfekt, als er auf dem Marienplatz und dem Zulauf von weiteren 5 Rassisten verkündete: “Wir werden immer mehr!”.

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Mit einer Teilnehmerzahl von 25 haben die Rassisten einen neuen Tiefpunkt erreicht. Bis auf den harten Kern, welche sich aus besorgten Rassisten, “Saufnazis” und einigen Kameradschaftlern zusammen setzt, folgt keiner mehr den Aufrufen von DWS.

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Rassistische Inszenierung in Lankow

Ein Amokläufer tötete gestern (22.07.16) in München 9 Menschen, verletzte weitere 16 und richtete sich anschließend selbst hin.

Obwohl am gestrigen Abend noch nichts über das Motiv und den Täter des Amoklaufs bekannt war, sahen die Rassisten um David Bühring dieses abscheuliche Ereignis als eine gute Gelegenheit, ihre Hetze durch ihr Viertel zu tragen. Kurzum wurde bei Facebook zu einer “Trauer und Gedenk Minute” um 23 Uhr am Parkplatz des Penny-Marktes in Schwerin-Lankow aufgerufen. Mitzubringen seien unter anderem auch Fackeln.

Während sich am Treffpunkt die ersten Nazis einfanden, zogen Bühring und Uwe Wilfert mit improvisiertem Lauti durch Lankow und hielten Redebeiträge im menschenleeren Viertel. Personenschutz wurde sich kurzerhand vom NPD-Plakatiertrupp organisiert, der zeitgleich im Viertel Wahlplakate gehängt hat. Zu diesem zählten unter anderem Torsten Schramke und Mitglieder der Schweriner Kameradschaftsszene.
Die von mehreren Personen gerufenen Polizeikräfte zeigten gegen 23:30 Uhr zwar Präsenz, ließen den Rassistenmob aber gewähren. Am Treffpunkt standen inzwischen ca. 20 Nazis. Nach einer weiteren halben Stunde löste sich die unangemeldete Veranstaltung auf. Ein Video der Inszenierung wurde kurze Zeit später online gestellt.

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In der Pressemitteilung der Polizei wird von einer “Spontanversammlung anlässlich der Ereignisse in München” geschrieben. Sie beschreiben einen “gänzlich friedlichen Versammlungsverlauf”. Kein Wort zu den Nazis, welche noch am Montag pöbelnd über den Dreesch zogen und schlussendlich aufgrund ihrer hohen Aggressivität teilweise in Gewahrsam genommen werden mussten.

“Deutschland wehrt sich” lässt keine Gelegenheit mehr aus, um auf sich aufmerksam zu machen. Eine so schreckliche Tat wie diese in München kommt ihnen da gerade gelegen. Trotz allem müssen die Nazis weiterhin sinkende Teilnehmerzahlen hinnehmen.
Rassismus kann nicht die Antwort auf das aktuelle Weltgeschehen sein, er verschärft nur die Konflikte und bietet keinerlei ernsthafte Lösungen an.
Unsere Antwort? Solidarität!

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Erneute Schlappe von “Deutschland wehrt sich”

Am Montag, den 18.07.16 versammelten sich um 19 Uhr ca. 70 Rassisten an der Hegelstraße zu einer Demonstration “Gemeinsam für unsere Stadt”. Aufgrund der niedrigen Teilnehmerzahl der Nazis musste die 700m lange Route auf den Gehweg verlegt werden. Dem Aufruf des Bündnisses “Schwerin für Alle” sowie diverser antifaschistischer Gruppen folgten ca. 130 GegendemonstrantInnen. Viele setzen direkt am Plattenpark ein Zeichen für Willkommenskultur und gegen rechte Ideen, einige AntifaschistInnen begleiteten den traurigen Umzug mit kreativen Sprechchören und Transparenten. Der Frust der Rassistengruppe wendete sich zuerst in Form von Bedrängungen sowie Flaschenwürfen gegen die anwesenden JournalistInnen, später dann auch gegen die GegendemonstrantInnen, welche sich ebenfalls auf den Weg zum Ort der Endkundgebung an der Keplerstraße gemacht haben. Zwischendurch fiel den Nazis noch der Lauti aus und der Mob musste per Mikrofon befeuert werden.

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Der Tag endete für die Rassisten mit Gewahrsahmnahmen und einigen eingeleiteten Strafverfahren. Zwei bekannte Nazis, die zusammen mit GegendemonstrantInnen in der Straßenbahn fahren wollten, sollen selbiger entschlossen verwiesen worden sein.

Rechter Wahnsinn
Der gescheiterte OB-Kandidat Uwe Wilfert machte seinem Unmut kurze Zeit später mal wieder auf Facebook Luft. Flaschenwürfe, die nur von rechter Seite registriert wurden, werden den GegendemonstrantInnen zugeschrieben sowie andere Straftaten von linker und journalistischer Seite herbei fantasiert.
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Keine Ruhe für Rassisten!
Die nächste Trotzreaktion steht bereits Samstag bevor. “Deutschland wehrt sich” möchte ab 18 Uhr am Grunthalplatz eine weitere Demonstration durchführen. Als zu erwartende Teilnehmerzahl gibt Uwe Wilfert 800[sic!] an.
Die voraussichtliche Route: Grunthalplatz – Wismarsche Str. – Arsenalstr. – Südufer Pfaffenteich – Mecklenburgstr. – Schmiedestr. – Markt – Puschkinstr. – Schlossstr. – Marienplatz – Wismarsche Str. – Grunthalplatz
Wir hoffen, dass auch die nächsten rassistischen Demonstrationen zu einem ähnlichen Reinfall werden. Wir sollten aber nicht nur auf dem Unvermögen der Nazis vertrauen. Wir begrüßen das Engagement von vielen Jugendlichen und fordern weiterhin jede*n auf, sich weiterhin den Rassisten in den Weg zu stellen – in welcher Art und Weise auch immer. Bleibt dran, organisiert euch, lasst uns ihre kläglichen Versuche, an die alten Zeiten anzuknüpfen, entschlossen und kreativ begleiten.

Until they give up!

 

Fotos: https://www.flickr.com/photos/nils_borgwardt/sets/72157668366742283
Presse: http://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/aggressive-fremdenfeinde

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“DWS” beendet Sommerpause

Die Rassisten um den “Dachverband Deutschland wehrt sich” kündigt für Montag, den 18.07. eine “große Demonstration” im Stadtteil Dreesch an. Treffpunkt ist um 19 Uhr am Plattenpark in der Hegelstraße.

Unter dem Motto “Gemeinsam für unsere Stadt” wollen die besorgten Bürger gegen die von ihnen herbei fantasierten “Bandenkriege” und “No-Go Areas” demonstrieren. Inhaltlich gibt es wieder nichts zu erwarten, bis auf die üblichen populistischen Forderungen. Die Polizei solle hart durchgreifen und man möchte keine linke Gewalt. So weit, so schlecht und einfallslos.

Wir rufen zu Störungen und kreativem Protest in jeder Form auf. No-Go Areas für Nazis sofort!

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Erneut Hakenkreuzschmierereien in Schwerin

In der Nacht von Samstag, 25.06. zu Sonntag, 26.06.2016 wurde ein Stromkasten in der Güstrower Straße mit einem Hakenkreuz versehen. Im nördlichen Teil Schwerins sowie der Weststadt wurden in den letzten Monaten häufig rechtsradikale Parolen gesprüht, oft wurden Antifa-Graffiti damit überschmiert.

Zum Glück wurde bereits nach einem Tag das Hakenkreuz von engagierten Sprüher*Innen wieder übermalt. Wir freuen uns über den Einsatz und hoffen weiter, das jede*R sofort handelt, wenn Nazipropaganda im Stadtbild auftaucht!

Vorher:

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Nachher:

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