AfD greift Passanten an

Am Freitag, den 25.05.2018, kam es vor dem Büro der AfD in der Friedrichstraße 14 zu einem tätlichen Übergriff auf einen Passanten.

Vor dem AfD-Büro steht auf dem Bürgersteig ein Zeitungsständer mit Ausgaben des parteinahen „Deutschland Kurier“. Als sich ein jugendlicher Passant ein paar Exemplare der Zeitung, welche offensichtlich zur Mitnahme bestimmt waren, gegriffen hat, stürmten AfD-Mitarbeiterin Petra Federau sowie zwei weitere Personen (männlich und weiblich) aus dem Büro und drückten ihn gegen die Wand. Die männliche Person schlug zu, während Federau den Jugendlichen festhielt. Die weibliche Person filmte das Geschehen. Er trug einige leichte Verletzungen davon, welche notärztlich attestiert wurden. Grund für den Übergriff war anscheinend, dass der Jugendliche optisch nicht ins rechte Weltbild der AfD passte und demnach anscheinend kein Recht besitze, die kostenlosen Zeitungen mitzunehmen.

Spätes Reagieren der Polizei

Nachdem der Betroffene das erste Mal die Polizei verständigt hat, sagten ihm diese telefonisch, dass er ja online eine Anzeige stellen könne. Dass ein Eintreffen der Beamten erforderlich ist, um die Täter im Büro aufzunehmen, interessierte sie wohl nicht. Erst nachdem eine Streife eintraf, die von der AfD verständigt wurde, konnte der Betroffene die Situation schildern und eine Anzeige wegen Körperverletzung sowie der Verletzung des Rechts am eigenen Bild stellen.

Alte Taktik

Im AfD-Büro konnte die Mitarbeiterin Federau von der Polizei angetroffen werden, die anderen beiden Personen sind bereits verschwunden. Hier zeigen sich Parallelen auf zu einem Vorfall aus dem Jahr 2014. Dort hat ein AfD-Mitglied bei einem Wahlkampfstand 2 Jugendliche mit Reizgas angegriffen. Der Angreifer war Polizist und benutzte für den Einsatz vorgesehenes Pfefferspray. Nach dem Angriff machte er sich aus dem Staub, kaufte in einem Zoogeschäft ein deutlich harmloseres Pfefferspray und gab dieses als Tatwerzeug ab. Der Schwindel flog aber auf.

Hier versuchte sich die AfD als Opfer zu inszenieren. Angeblich ging sie von einer Bedrohung aus. Wie ein erfahrener Polizeibeamter, der unter anderem den Einsatz am G8-Gipfel mitgeplant hat, sich durch 2 Jugendliche mit Konfetti derart aus der Fassung geraten konnte, wurde nie aufgeklärt.

Es ist zu erwarten, dass die AfD sich hier ebenfalls als Opfer inszenieren will und deshalb „provisorisch“ selbst die Polizei nach dem Vorfall gerufen hat.

Es zeigt sich erneut, dass einem rechten Weltbild immer Gewalt innewohnt, egal wie bürgerlich man sich zu geben versucht. Sobald (vermeintliche) politische Gegner auftauchen und Rechte sich sicher genug fühlen, kann es immer wieder zu Übergriffen kommen.

Wir müssen der AfD die Wohlfühlräume nehmen. Wenn Rassisten eingreifen müssen wir dafür sorgen, dass sie es nicht erneut tun werden.

Bilder der Verletzungen stammen von der Plattenbau Antifa Schwerin:

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