Nazis wollen sich in der Innenstadt profilieren

Am Montag, den 19.12.16 entrollten Nazis auf dem Weihnachtsmarkt und dem Marienplatz ein Transparent mit der Aufschrift “Wir fordern Sicherheit für unsere Bürger”. Die Personengruppe bestand aus ehem. “Deutschland wehrt sich”-Mitgliedern, Kameradschaftlern aus der Umgebung und dem Dynamo Schwerin-Umfeld.

Ungefähr zeitgleich passierte in Berlin der grausame islamistische Anschlag. Die zeitliche Nähe sowie die ungewohnte Professionalität der Nazis lässt jedoch ausschließen, dass die Aktion eine direkte Reaktion auf die Ereignisse war. Die Polizei ließ die Nazis gewähren.

Am darauffolgenden Mittwoch traf sich eine teilweise identische Personengruppe der Nazis am Marienplatz, angeblich um ihre Trauer auszudrücken. Dieses Mal schritt die Polizei jedoch ein und löste die Versammlung auf. Gefeiert wurde die Aktion unter anderem von AfD-Frontfrau Petra Federau. Dass es den Nazis eher weniger um Trauer ging, zeigt sich daran, dass an einer offiziellen Gedenkstunde am Dienstag auf dem Marienplatz niemand der Nazis teilgenommen hat. Wenn es nichts zu instrumentalisieren gibt, bleibt man dann eben lieber zuhause.

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