Vor 74 Jahren wurde Nordwestmecklenburg von den Alliierten eingenommen und vom Faschismus befreit. Während diesem historischen Ereignis letztes Jahr in Schwerin gedacht wurde, fand in diesem Jahr eine Kundgebung mit ca. 25 Teilnehmer_Innen in Wismar statt.

Mit mehreren Redebeiträgen wurde auf Themen wie die Zwangsarbeit unter dem NS-Regime in Wismar und die Gedenkkultur eingegangen.
Anschließend wurde die Gedenktafel am Rathaus mit Blumen geschmückt. Die Tafel wurde 2012 mutwillig zerstört und im darauffolgenden Jahr von Antifaschist_Innen erneuert.
Neben der Ernsthaftigkeit der Themen kam auch der Feier-Charakter nicht zu kurz. So wurde im Anschluss auf die Befreiung angestoßen, im Hausprojekt Tiko-Zigalpa gab es nach der Kundgebung noch Verpflegung sowie kostenloses Kino. Es wurde der Film „Er ist wieder da“ gezeigt.

Nach den Protesten am 1. Mai war es ein gutes Zeichen, einen Tag später eigene Akzente setzen zu können und antifaschistisches Gedenken wieder mehr in den Fokus rücken zu können.
