AfD läuft in Schwerin

Nach 4 stationären Kundgebungen lief die AfD heute das erste Mal durch die Innenstadt. Während sich am Auftaktort, dem Südufer des Pfaffenteichs, ca 250 Rassisten von NPD, über Kameradschaften bis AfD versammelten, gab es eine Gegenkundgebung des Bündnisses „Schwerin für Alle“ auf dem Marktplatz.

Auf der Gegenkundgebung gab es mehrere Redebeiträge, unter anderem ergriff beim offenen Mikrofon ein Syrer das Wort und berichtete über seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland. Die merkwürdige Angewohnheit mancher Gegenprotestler_Innen, Deutschlandfahnen mitzubringen, gab es diese Woche nicht. Trotzdem ist zu kritisieren, dass sich das aufrufende Bündnis „Schwerin für Alle“ noch immer nicht deutlich gegen Nationalismus als Teil des Problems positioniert hat.

Insgesamt kamen ca. 200 vorwiegend junge Menschen zusammen, um gegen das rückschrittliche Weltbild der AfD zu protestieren.

Die Route der AfD wurde mehrmals durch Gegenproteste gestört. Auf der Abschlusskundgebung war die Rede von Hagen Brauer durch lautes Getrommel kaum zu verstehen. Teilweise vermummten sich einige AfD-Anhänger, was von der Polizei jedoch nicht weiter geahndet wurde.

Auch in den kommenden Wochen wird die AfD wieder aufmarschieren. Antifa und Zivilgesellschaft müssen einen langen Atem beweisen, wenn sie den Rassisten die Straße streitig machen wollen. Hierzu zählt auch, eigene Akzente zu setzen und sich nicht nur auf den Marktplatz vertrösten zu lassen, während die AfD durch die Stadt läuft.

 

 

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