AfD & Pegida in Schwerin

Im Zuge einer von Lutz Bachmann & Pegida angemeldeten Veranstaltungsreihe kam es am 16.02.18 zu einem von der AfD als „Bürgerdialog“ angekündigten Veranstaltung im Restaurant „Lindengarten“. Thema der Veranstaltung war: „Pegida: Entstehung und Geschichte“.

Das Bündnis „Schwerin für Alle“ organisierte 2 Gegenkundgebungen.

Bunter Protest

Bereits um 16:30 Uhr versammelten sich ca. 90 Personen am Grunthalplatz zu der Kundgebung „Gegen Nationalismus und Ausgrenzung“. Nachdem diese eine Stunde später beendet wurde, machte sich ein Großteil der Gegendemonstrant_Innen auf den Weg zum „Lindengarten“. Ein Stück des Weges wirde genutzt, um eine Spontandemonstration durch zu ziehen. Auf der anderen Straßenseite, in Hör- und Sichtweite der AfD-Kundgebung, fand die zweite Kundgebung statt, zu der ebenfalls noch Personen dazu stießen.

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Spalter?

Einen besonders fragwürdigen Auftritt lieferte sich David Bühring. Er war Organisator der „Deutschland wehrt sich (DWS)“-Demonstrationen, welche 2015 und 2016 in Schwerin stattgefunden haben. Die Demos galten als Anlaufstelle für „besorgte Bürger“ und organisierte Neonazis, welche ihren Rassismus auf die Straßen getragen haben. Im Zuge der regelmäßig stattfindenden Naziaufmärsche stiegen auch die Übergriffe auf Migrant_Innen und vermeintlich Linke drastisch an.

Bühring, in Begleitung des DWS-Mitgliedes Heiko M, biederte sich bei der heutigen Kundgebung bei Gegendemonstrant_Innen an und wollte sie überreden, gemeinsam gegen Lutz Bachmann Stimmung zu machen. Schließlich sei Bühring ja kein Rassist, sondern findet nur die Politik verkehrt. Es ist davon auszugehen, dass er hier seinen angeblichen Ausstieg untermauern will. In Kürze wird ein Urteil zu mehreren Straftaten, die auf sein Konto gehen sollen, gefällt werden. Es ist mit einer Haftstrafe zu rechnen. Auch der Prozess um den vorgetäuschten Terroranschlag steht noch aus, was ihn scheinbar ebenfalls unter Druck setzt.

Wie unglaubwürdig dieser Ausstieg ist, zeigt sein Verhalten auch nach seiner U-Haft. Zu seinen Prozessen wird er immer wieder von Personen begleitet, die eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen sind. Auch auf Facebook fantasiert er weiterhin von Muslimen, die dabei sind, westliche Länder zu „erobern“. Auch sein Faible für rechte Modemarken hat seinen „Ausstieg“ überlebt.

Die Inszenierung als Aussteiger, sofern das der Zweck des Schauspiels war, ist ihm in jeder Hinsicht gründlich misslungen.

Bürgerdialog?

Die AfD spricht von einem „Bürgerdialog, der seinen Namen verdient“ und 120 Gästen. Journalisten zählten ca. 80 anwesende Personen. Darunter befanden sich mehrheitlich AfD-Funktionäre und -Anhänger. Der Abend hatte eher den Charakter einer Selbstbespaßung statt eines Dialoges.

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Fazit

Trotz der kurzen Mobilisierungszeit von nur einer Woche konnten über 100 Menschen auf die Straße gebracht werden, um gegen den Schulterschluss von AfD und Pegida zu demonstrieren. Dies ist von linker Seite eindeutig als Erfolg zu werten. Obwohl mit bundesweit bekannten Pegida-Persönlichkeiten geworben wurde, war die Anzahl der AfD-Anhänger doch überschaubar.

 

Berichte und Fotos der Recherchegruppe AST sind HIER und HIER zu finden, außerdem HIER ein Artikel von Endstation Rechts.

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