Rassistische Inszenierung in Lankow

Ein Amokläufer tötete gestern (22.07.16) in München 9 Menschen, verletzte weitere 16 und richtete sich anschließend selbst hin.

Obwohl am gestrigen Abend noch nichts über das Motiv und den Täter des Amoklaufs bekannt war, sahen die Rassisten um David Bühring dieses abscheuliche Ereignis als eine gute Gelegenheit, ihre Hetze durch ihr Viertel zu tragen. Kurzum wurde bei Facebook zu einer “Trauer und Gedenk Minute” um 23 Uhr am Parkplatz des Penny-Marktes in Schwerin-Lankow aufgerufen. Mitzubringen seien unter anderem auch Fackeln.

Während sich am Treffpunkt die ersten Nazis einfanden, zogen Bühring und Uwe Wilfert mit improvisiertem Lauti durch Lankow und hielten Redebeiträge im menschenleeren Viertel. Personenschutz wurde sich kurzerhand vom NPD-Plakatiertrupp organisiert, der zeitgleich im Viertel Wahlplakate gehängt hat. Zu diesem zählten unter anderem Torsten Schramke und Mitglieder der Schweriner Kameradschaftsszene.
Die von mehreren Personen gerufenen Polizeikräfte zeigten gegen 23:30 Uhr zwar Präsenz, ließen den Rassistenmob aber gewähren. Am Treffpunkt standen inzwischen ca. 20 Nazis. Nach einer weiteren halben Stunde löste sich die unangemeldete Veranstaltung auf. Ein Video der Inszenierung wurde kurze Zeit später online gestellt.

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In der Pressemitteilung der Polizei wird von einer “Spontanversammlung anlässlich der Ereignisse in München” geschrieben. Sie beschreiben einen “gänzlich friedlichen Versammlungsverlauf”. Kein Wort zu den Nazis, welche noch am Montag pöbelnd über den Dreesch zogen und schlussendlich aufgrund ihrer hohen Aggressivität teilweise in Gewahrsam genommen werden mussten.

“Deutschland wehrt sich” lässt keine Gelegenheit mehr aus, um auf sich aufmerksam zu machen. Eine so schreckliche Tat wie diese in München kommt ihnen da gerade gelegen. Trotz allem müssen die Nazis weiterhin sinkende Teilnehmerzahlen hinnehmen.
Rassismus kann nicht die Antwort auf das aktuelle Weltgeschehen sein, er verschärft nur die Konflikte und bietet keinerlei ernsthafte Lösungen an.
Unsere Antwort? Solidarität!

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