Übergriff am AfD-Stand

Am vergangenen Mittwoch, den 18.05. führte die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) einen Infostand in der Helenenstraße durch.

Spontan machten sich linke und alternative Jugendliche auf den Weg, um auf kreative Weise ihren Protest gegen die rassistische Hetze der AfD zum Ausdruck zu bringen. So beschallten Straßenmusiker*Innen den Stand, welcher durch Kreidezeichnungen auf dem Boden zum “Tatort Rassismus” markiert wurde. Ein Pfeil in Richtung der AfD warnte: Achtung, Menschenfeinde!
Sichtlich genervt riefen die Rechtspopulist*Innen die Polizei, welche jedoch keinen Grund sah, gegen die inzwischen gut 20 alternativen Jugendlichen vorzugehen, welche durchgehend friedlich auf der anderen Straßenseite sangen und tanzten.

Gegen 16.45 Uhr begann die AfD, ihren Stand abzubauen. Eine junge Antifaschistin begleitete diesen Vorgang, indem sie Seifenblasen auf die Rassisten pustete. Eine AfD-nahe Person, die sich seit längerem am Stand aufhielt, forderte sie auf, dies zu unterlassen, anschließend schlug er ihr unvermittelt ins Gesicht. Anschließend flüchtete er in die gegenüberliegende Eckkneipe “Boomerang”. Versuche, die Person zur Rede zu stellen scheiterten, da den Jugendlichen der Zutritt verwehrt wurde. Die Antifaschistin verzichtete auf eine Anzeige. Die Lokalität “Boomerang” ist seit längerem dafür bekannt, ein von Nazis frequentierter Ort zu sein. So wurde in der Vergangenheit eine antifaschistische Demonstration aus der Kneipe heraus bepöbelt.

Nachdem vor etwa einem Monat der AfD-Bulle Ulf-Theodor Claasen dafür vorurteilt wurde (siehe hier), 2 Antifaschisten, die einen AfD-Stand mit Konfetti bewarfen, mit Pfefferspray angegriffen zu haben, ist es nun also erneut zu einem gewalttätigen Übergriff auf friedlichen Protest gekommen. In der Presse war nur ein Polizeibericht zu verzeichnen, der beschrieb, wie angeblich jemand einen Becher Kaffee über die (noch) AfD-Politikerin Petra Federau goss. Die rechte Partei selbst äußerte sich bislang nicht.

Wir finden die AfD, sowie ihren Umgang mit Gegenwind erbärmlich. Ihr zutiefst reaktionäres Wahlprogramm strotzt vor Populismus und befeuert das derzeitige rassistische Klima in Schwerin und anderswo. Auch Grundrechte wie zum Beispiel die Pressefreiheit sollen vor ihr nicht sicher sein. Wie die Partei zu anderen Meinungen steht, hat sie an diesem Tag wieder mehr als deutlich gezeigt.
Wir freuen uns über jede*n, der*die aktiv für eine solidarische Gesellschaft eintritt und rufen auch für die Zukunft dazu auf, kreativ gegen den Wahlkampf der AfD vorzugehen!

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